Herbststimmung.

Wir wollen zum Meer. Einsteigen und Tür zu. Quasi auf den letzten Drücker. Drei Stunden und dieser Traum wird wahr. Die gelb-weiß gestreifte Wohlfühloase bietet die beste Aussicht um sich dem Meereszauber hinzugeben. Der Blick verliert sich in der endlosen Weite, die Füße vergraben sich im pudrig-warmen Sand und die Möwen ziehen ihre Kreise über den leeren Strand. Du könntest ewig hier sitzen, an diesem dir so vertrauten und sich heimelig anfühlenden Ort. Unaufgeregt und faszinierend zugleich. Magisch – immer und immer wieder. Ist die große See irgendwann fern, hast du noch die kleine.



Das zweite Wohnzimmer

Einatmen. Ausatmen und los. Rausschwimmen unter den sternklaren Himmel. Vor dir, die schwarze Nacht. Hinter dir, das Ufer, der Wald und das kleine Haus. Um dich herum, die angenehme Kühle des Wassers. Noch einmal darin abtauchen und danach zurück. Am Ufer sitzend. Warmer Wind im Haar. Das Rauschen der Bäume und das leise zirpen der Grillen sind die einzige Musik die es braucht. Mit einer Tasse heiße Schokolade auf das stille schwarze Wasser schauen. Nur gucken, sonst nichts. Müdigkeit setzt ein. Das Licht im Haus wird ausgeknipst. Kitschig? Einfach und schön.



Sommerkuchen – Zwetschge, Mirabelle und Aprikose

Sonntage sind wie dafür geschaffen die Landstraße gemütlich auf einem altehrwürdigen Klapperrad entlang zu radeln. Es ist zwar  schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber dennoch versprüht es einen ganz besonderen Charme und du fühlst dich ein Stück weit in die Kindheitstage zurückversetzt. Also los ging es, quer übers Land und ohne Ziel. Doch, ein Ziel gab es und zwar Blumen pflücken. Das was am Wegesrand wuchs, sollte es sein und wurde behutsam im Körbchen verstaut. Die Kamera war stets dabei, denn ohne sie fehlt manchmal was. Es gibt so viele schöne Momente die man mit ihr festhalten kann, aber dann tut es auch mal gut sie für einen Augenblick wegzulegen und einfach nur in die Ferne zu schauen. Sich um die eigene Achse zu drehen und in den schier endlos blauen Himmel zu schauen. Ungestörtheit, Ruhe, Weite, Felder, Wiesen und Wasser. Eine Art heimelige Weite. Momente zum ewig verweilen wollen, aber im Hinterkopf war auch die Freude den frischgebackenen Kuchen anzuschneiden. Mein allerliebster Sommerkuchen – mit Aprikosen, Zwetschgen und Mirabellen. An dieser Stelle sei nicht verraten wie viel ich davon gegessen habe.

RÜHRTEIG (TEIGMENGE FÜR EIN BACKBLECH)
250 g weiche Butter
175 g brauner Zucker
4 Eier
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
evtl. etwas Milch
+ Mirabellen, Zwetschgen, Aprikosen oder ein beliebiges anderes Obst

STREUSEL
75 g Butter
75 g Mehl
50 g Zucker

Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Obst waschen, entsteinen und vierteln bzw. halbieren und zur Seite stellen.

Butter, Mehl und Zucker mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten.

Für den Rührteig Butter und Zucker mehrere Minuten cremig aufschlagen. Die Eier einzeln dazugeben und gründlich unterrühren. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz mischen und portionsweise zu der Butter-Ei-Masse geben. Sollte der Teig etwas zäh sein, einfach etwas Milch dazugeben. Den Teig auf dem Backblech verteilen, mit dem Obst belegen und die Streusel darauf verteilen.

In der Mitte des Ofens 45 Minuten backen. Das Blech herausnehmen und den Kuchen abkühlen lassen. Schmeckt ganz wunderbar wenn er noch etwas lauwarm ist.