Zwetschgenkuchen

frauv_Zwetschgenkuchen_IMG_0212

Mittlerweile lässt sich sagen, dass der samstägliche Spaziergang über den Wochenmarkt ein fester Bestandteil geworden ist. Hin und wieder muss auf dieses wunderbare Lebensgefühl verzichtet werden, weil entweder eine Reise ansteht oder man anderweitig verhindert ist. Umso größer ist die Freude, ja man könnte auch fast sagen das es einem darauf hinfiebern gleicht endlich wieder über den Markt schlendern zu können. Egal ob man nun ein, zwei oder gar drei Runden über den Markt flaniert, entdeckt man bei jedem Gang entweder etwas anderes oder lässt sich nach mehrmaliger Überlegung dazu hinreißen etwas auszuprobieren. Zwetschgen gehören ja allgemein hin nicht zu den Neuentdeckungen aber wenn man derart aromatische und leicht säuerliche Früchte gefunden hat, strahlt man über das ganze Gesicht. Man ist quasi hellauf begeistert. Dass dieser Kuchen ursprünglich mit Mirabellen vorgesehen war, sei nur am Rande erwähnt… es gab nämlich keine. Zum Glück könnte man sagen, denn so freue ich mich bereits jetzt auf den Zwetschgenkauf am kommenden Samstag. Aus ihr lässt sich nämlich noch allerhand anderes leckeres zaubern.

Hier nun das Rezept für den Sonntagskuchen…

220 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
180 g Mehl
20 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
10 Zwetschgen + 1 TL brauner Zucker + 1 TL Vanilleextrakt
Puderzucker

Eine Springform (Ø 26 cm) fetten und mit Mehl ausstäuben. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen und in Viertel schneiden. Die Stücke in eine Schüssel geben mit einen Teelöffel braunen Zucker und etwas Vanilleextrakt vermengen und bis zur weiteren Verwendung beiseite stellen.

Butter, Zucker und Salz zu einer cremigen Masse aufschlagen. Die Eier verquirlen und portionsweise unter die Butter-Zucker-Masse rühren.

Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben und mit den Mandeln mischen. Mit dem Handrührgerät kurz miteinander mischen und mit einem Teigschaber alles gründlich vermengen. Den Teig in die vorbereite Form geben, glattstreichen, mit den marinierten Zwetschgen belegen und noch etwas braunen Zucker darüberstreuen.

Form in den Ofen schieben und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe). Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

frauv_Zwetschgenkuchen_IMG_0155 frauv_Zwetschgenkuchen_IMG_0242 frauv_Zwetschgenkuchen_IMG_0180

Vanillepudding mit Erdbeerkompott

frauv_Vanillepudding_IMG_9834

Während ich schon die ein oder andere Schale Erdbeeren vernascht habe, von der Hand in den Mund sozusagen, haben es die mittlerweile purpur roten Früchte eher selten in die Backform oder ins Dessertglas geschafft. Allmählich neigt sich ihre Saison dem Ende… allerhöchste Zeit nochmal aus dem Vollen zu schöpfen.

Bei einigen Desserts greift man vorzugsweise auf eine Fertigvariante zurück aber nachdem ich am Montag zum ersten Mal Vanillepudding selbst gemacht habe, stellt sich diese Frage nicht mehr.

Pures Vanilleglück mit einem Hauch Gewürzblüte! Ganz einfach und vor allem ganz schnell. Wer die Vanilleschote anschließend mit kaltem Wasser abspühlt, trocknen lässt und dann in ein mit Zucker gefülltes Glas gibt, hat für das nächste Mal gleich Vanillezucker parat zu stehen.

Vanillepudding
1 Liter Vollmilch
1 Vanilleschote
4 Eigelb
1 TL Vanillezucker
10 TL Speisestärke
4 EL Zucker
1/2 TL Gewürzblüten

Vanilleschote längs aufschneiden und mit der stumpfen Seite des Messers das Mark heraus kratzen. Mark, Vanilleschote, Gewürzblüten und 800 ml Milch in einen großen Topf geben und erhitzen. Die restlichen 200 ml Milch mit den Eigelb, Vanillezucker, Zucker und Speisestärke zu einer glatten Masse verrühren.

Vanilleschote entfernen und einige Esslöffel der warmen Milch in das Eigelbgemisch rühren um die Temperatur auszugleichen, damit das Eigelb nicht stockt. Die angerührte Masse mit einem Schneebesen langsam unter die Vanillemilch rühren. Temperatur etwas erhöhen und unter ständigem Rühren die Masse zu einem Pudding einkochen. Dessertgläser mit kaltem Wasser ausspülen und den Pudding einfüllen. Damit sich später keine Haut bildet einfach mit Frischhaltefolie abdecken und wer doch darauf steht, lässt die Folie weg.

frauv_Vanillepudding_IMG_9856

frauv_Vanillepudding_IMG_9874 frauv_Vanillepudding_IMG_9861 frauv_Vanillepudding_IMG_9866

Erdbeertarte

frauv_Erdbeertarte_IMG_7603

Es gibt sie wieder in Hülle und Fülle – die Erdbeere. Unzählige dieser tiefroten Früchte wurden bereits vernascht. Egal ob von der Hand in den Mund, zu Frühstückskompott verarbeitet oder in Form einer leckeren Tarte – sie gibt in den unterschiedlichsten Variationen immer eine gute Figur ab. Und wenn ihr süßer Duft in der Luft liegt, ist es einfach schwer ihr zu widerstehen.

Crème Pâtissière
350 ml Vollmilch
1 Vanilleschote
6 Eigelb
100 g Zucker
50 ml Schlagsahne
30 g Mehl, gesiebt
30 g Stärke, gesiebt

Milch in einen Topf gießen. Die Vanilleschote aufschneiden und mit der stumpfen Seite des Messers das Mark herauskratzen und zusammen mit der Vanilleschote in die Milch geben. Milch bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen, Vanilleschote herausnehmen und den Topf für einen Augenblick zur Seite stellen.

Eigelb und Zucker in einer großen Schüssel einige Minuten zu einer hellen Crème aufschlagen. Schlagsahne, Mehl und Speisestärke gründlich einarbeiten. Die Milch in einem dünnen Strahl zu der Eigelbmasse geben und dabei ständig mit einem Schneebesen rühren.

Crème zurück in den Topf gießen und unter ständigem Rühren erneut bis kurz unter dem Siedepunkt erhitzen. Temperatur herunterschalten und fünf Minuten weiterkochen lassen bis die Crème eindickt, dabei immer weiterrühren. Die Crème in eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig auskühlen lassen.

Mürbeteig (für eine Tarteform von 24 cm Durchmesser oder mehrere kleine)
200 g Mehl, gesiebt
1 Prise Salz
75 g Feiner Zucker
90 g Butter, gekühlt und gewürfelt
2 Eigelb
Erbsen zum Blindbacken
500 g Erdbeeren, gewaschen und geputzt

Mehl, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und mischen. Portionsweise die Butter mit den Fingern einarbeiten, bis der Teig aus feinen Krümeln besteht. Mit einem Buttermesser die zwei Eigelb gründlich unterrühren. Anschließend mit den Händen alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Arbeitsfläche mit etwas Mehl betäuben und den Teig kurz durchkneten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Tarteform fetten und den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche erneut kurz durchkneten. Mit dem Nudelholz den Teig 3 cm dick ausrollen, in Form legen, vorsichtig andrücken und den überschüssigen Teig entfernen. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen. Mit einem Stück Backpapier auslegen und mit den Erbsen befüllen. Für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen blindbacken. Backpapier und Erbsen entfernen und für weitere 10 Minuten backen. Form aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Die Tarte mit zwei Drittel der gekühlten Crème Pâtissière befüllen und mit ganzen oder in Stücke geschnittenen Erdbeeren belegen.

frauv_Erdbeertarte_IMG_7542 frauv_Erdbeertarte_IMG_7601 frauv_Erdbeertarte_IMG_7537 frauv_Erdbeertarte_IMG_7598 frauv_Erdbeertarte_IMG_7560