Aprikosenkuchen

Die Sommerliebe ist bei mir nicht ausgeprägt, drum werde ich ihn auch nicht vermissen wenn er endlich von dannen gezogen ist. Heiß, heißer, super heiß und oftmals kein Lüftchen das weht. Einige Straßenzüge sehen mittlerweile aus als hätte schon der Herbst Einzug gehalten. Vertrocknete Blätter und abgeblätterte Baumrinde säumen den Gehweg. Von einer saftig grünen Wiese ist nicht mehr viel übrig geblieben, es ist eher ein borstiger Rasen. Ein trauriger Anblick. Zum Trost gibt es einen riesigen Eisbecher und einen Sprung ins Wasser. Und der Rest? Die Gedanken in einen Beutel gestopft, an den nächsten Ast gehangen und nichts wie weg. Du und die Natur. Für eine Nacht. Wird die Sehnsucht danach größer je pulsierender die Stadt?

APRIKOSENKUCHEN (Originalrezept von Cynthia Barcomi)
FÜLLUNG
6 Aprikosen
2 EL Mehl
50 g brauner Zucker
1 Prise Salz

RÜHRTEIG
125 g weiche Butter
100 g Marzipanrohmasse
50 g Zucker
3 Eier
75 g Mehl
3/4 TL Backpulver

Aprikosen waschen, vierteln, mit den anderen Zutaten vermengen und in eine gebutterte Auflaufform geben. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Butter und Marzipan mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. Zucker und Eier dazugeben und drei Minuten weiterschlagen. Backpulver, Mehl und Salz mischen und kurz unter den Teig rühren. Den Rührteig auf den Aprikosen verteilen und die Auflaufform in den Ofen schieben und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe).



Blaubeerkuchen

Der erste Schritt kostet immer wieder Mut, aber sobald man sich traut, ist es umso schöner. Tief Luft holen… 3, 2, 1… und schon taucht man ein ins kühle Nass. Binnen weniger Sekunden liegt der Alltag hinter einem. Alles unnütze ist weg und man findet sich mitten im See wieder. Das Wasser schwappt sanft um einen herum, ein paar Vögel ziehen vorbei, der Himmel ist schier endlos und man kann sich einfach treiben lassen. Ein Blick frei geradeaus und Raum und Zeit scheinen vergessen.
Dieses Gefühl hat man allerdings nicht immer beim Backen, gerade dann, wenn etwas in die Hose geht. Der erste Backversuch konnte am Ende nicht mit der Schönmalerei im Kopf mithalten. Schlicht und einfach verschätzt und Minuten des Grübelns vergingen. Die allerletzten Zuckerreste wurden zusammengekratzt und beim zweiten Versuch hat es dann doch noch geklappt. Juchee!
Ich bin dieses Mal doch sehr von den Bildern angetan. Darf man das sagen? Irgendwie rufen sie etwas hervor. Beim Anblick entsteht das Gefühl als wäre man woanders. Da wo der Sommer, so wie er jetzt ist, warm, eher selten vorkommt – in Schweden. Das Licht, die Farben, die Blumen, die Materialien und natürlich der Kuchen an sich.

RÜHRTEIG SPRINGFORM ∅ 28 CM
100 g Butter
150 g Zucker
1 großes Ei
240 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
120 ml Milch
150 g Blaubeeren

STREUSEL
60 g weiche Butter
50 g Mehl
70 g Zucker

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Springform fetten. Für die Streusel alle drei Zutaten mit den Händen zu feinen Krümeln verarbeiten und zur Seite stellen.

Butter und Zucker hell cremig aufschlagen. Das Ei dazugeben und gründlich einarbeiten. Mehl, Backpulver und Salz mischen und zu der Butter-Ei-Masse geben. Zum Schluss die Milch einarbeiten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Die Masse in die Springform füllen, mit den Blaubeeren belegen und anschließend die Streusel darüber verteilen. Springform in den Backofen schieben und ca. 35 Minuten backen.

Backform aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Den Springformrand lösen und den Blaubeerkuchen vollständig auskühlen lassen.



Schokoladenkuchen mit Himbeeren

Der Morgen ist noch jung aber schon jetzt erstrahlt der Himmel in Schwedenblau. Habe ich den Himmel gerade ganz für mich allein? Neben diesem kleinen Glück und dem Kirschenfest vor zwei Wochen, dürfen nun die Beeren die Bühne betreten. Die nächste herannahende Mahlzeit ist schon längst vergessen, weil man sich so wunderbar im Pflücken der Beeren verlieren kann. Hier noch eine, da noch eine und diese darf es auch noch sein. Eine wahre Wochenendfreude eigenes zu ernten und obendrauf im blauen Grün zu baden. Die liebenswerte, schöne Natur zu genießen, das ist Glück. Ok, zurück zu den Sommerbeeren und zum Kuchen backen. Bei mir dürfen ja alle auf den Tisch und ich denke, dass sie sich in einem sehr schlichten Rezept am allerwohlsten fühlen. Dann kommt ihr intensiver Geschmack noch mehr zum Vorschein und das „mmmmh“ wird umso melodischer. Und dieser himbeerige Schokoladenkuchen hat viele solcher „mmmmh’s“ verdient.

SPRINGFORM ∅ 28 CM
125 g dunkle Schokolade (70%)
60 g Butter
3 Eier, getrennt
90 g Zucker
1 Prise Salz
50 g gemahlene Mandeln
30 g Mehl
250 g Himbeeren

Schokolade grob hacken und mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen, anschließend etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Springform mit Backpapier auslegen. Eigelb mit 30 g Zucker und Salz cremig aufschlagen. In einer zweiten Schüssel das Eiweiß halbsteif schlagen und den restlichen Zucker langsam einrieseln lassen und zu einer glänzenden Eischnee aufschlagen.

Die abgekühlte Schokolade unter die Eigelbcreme rühren und danach im Wechsel Mandeln, Mehl und Eischnee behutsam unterheben. Den Teig in die Springform geben, glattstreichen und mit den Himbeeren belegen. In der Mitte des Ofens 30 Minuten backen.