Aprikosen-Mohn-Gebäck (Frøsnapper)

„Natur entspannt. Natur filtert alles, was unwichtig ist, heraus. Man atmet dort anders, der Druck wird einem genommen.“ Seit nun mehr einer Woche ist das Wohnzimmer im Freien eröffnet und dieses so oft es geht nach draußen zu verlegen, ist das beste was man machen kann. Wie wäre es mit einem Abend im Brandenburger Land? Was würde ihn besonders machen, gar einmalig? Wenn um dich herum nur die Vögel zwitschern, eine einsame Bank direkt am Feldrand steht, zum ewigen Verweilen einlädt und du die vom Regen getränkte, noch warme Luft einatmest. Kleine Nebelfelfder wie Zuckerwatte über dem Boden hängen und die Landschaft mit einem zarten Schleier überziehen. Alles verbindet sich miteinander Licht, Geräusche, Farben und Gerüche – Idylle pur. Leider kann man das nicht jeden Tag erleben… was wir brauchen ist mehr von dieser Natürlichkeit. Also, sobald du dich fernab jeglicher Großstadtwege begibst, kannst du dich gar nicht genug an der sagenhaft schönen Kirsch- und Pfirsichblüte satt sehen. Es ist geradezu verlockend sich Zweige abzuschneiden und so den Zauber des Frühlings nach Hause zu holen. Ihre filigranen Blüten sind so empfindsam, dass sie in Windeseile den Kopf hängen lassen würden. Ein Grund mehr draußen zu sein, um sich dem Blütenrausch hinzugeben. Ein wenig Magie erwartet einen dann aber doch zu Hause, wenn man morgens aus dem Fenster sieht und es von Tag zu Tag grüner und grüner wird. Mit einem Frøsnapper in der Hand verdufte mich in die Üppigkeit der Natur…

APRIKOSEN-MOHN-GEBÄCK (FRØSNAPPER)
PLUNDERTEIG
25 g frische Hefe
1 Ei, leicht verquirlt
1 Prise Salz
1 EL Zucker
325 g Mehl Type 405, gesiebt
300 g kalte Butter
+ Mehl zum Ausrollen
+ 1 Ei leicht verquirlt
+ 100 g Mohnsamen

FÜLLUNG
2 EL Butter + 1 TL Mohn
Aprikosenmarmelade

Hefe in 150 ml lauwarmen Wasser auflösen. Ei, Salz und Zucker unterrühren. Mehl dazugeben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Quadrat ausrollen. Butter möglichst in dünne Scheiben schneiden und im 45 Grad Winkel als Quadrat anordnen. Die Teigenden über die Butter legen, so dass ein geschlossenes Paket entsteht. Alles gut festdrücken und mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen. Ein Drittel des Teiges zur Mitte einschlagen und das untere Drittel darüber legen. In Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig noch drei Mal auf die gleiche Weise ausrollen und zusammenfalten.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Die Butter auf der Länge des Rechtecks verteilen und mit Mohn bestreuen. Die andere Hälfte nun darüberklappen und die offenen Stellen zusammendrücken. Die Oberseite mit dem Ei bepinseln und den Mohn darüberstreuen. In gleich breite Streichen schneiden und einmal in sich verdrehen. Die Plunderstücke auf ein Backblech verteilen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lasssen. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren und für die Füllung einer Marmelade verwenden.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Seiten mit dem verquirlten Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen 5 Minuten backen. Temperatur auf 200 Grad herunterschalten und weitere 10 Minuten backen. Blech herausnehmen und abkühlen lassen.

Rezept stammt aus dem Buch „Skandinavisch backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft“



Mango-Passionsfruchtscreme mit griechischem Joghurt

Wenn die Weite des Meeres gerade nicht greifbar ist, bist du die Nummer eins und das ist kein Kompromiss sondern ein großes Glück. Du strahlst Ruhe, Wärme und Geborgenheit aus. Ein Ort des Wohlfühlens und sich erdens. Deine Vielfalt ist einzigartig, und wenn man dich erstmal erlebt hat, bedarf es keiner Reise bis ans andere Ende der Welt um große Abenteuer zu erleben. Denn du bist das Abenteuer. Und um all dies zu entdecken muss man nur eines tun – rausgehen. Bei dir kann man die Zeit Zeit sein lassen. Sich dem Zauber der Stille der Bäume hingeben. Dabei zuhören wie die Blätter sanft im Wind wehen. Miterleben wenn in Zeitlupe aus hell dunkel wird und von jetzt an alles um dich herum in ein Farbenmeer verwandelt wird. Der unvergleichliche Blick auf’s Wasser gepaart mit einer herzerwärmenden Frühlingssonne und einer in den Himmel getupften Wolke. Ein Ort von grenzenloser Träumerei und unendlicher Fantasie. Es besteht keine Notwendigkeit für Rechtfertigungen und des sich erklären müssens, für das was man tut. Der man ist. Alles erscheint so leicht und fällt von einem ab. Einfach nur zum Davonschweben und für einen Augenblick ist man diesem Gefühl beim Schaukeln ein Stück nahe gekommen – also, Augen zu und genießen. Zwischen Feierabend und dem nächsten Sonnenaufgang ist so viel Zeit um kopfüber zum kleinen Helden der Abenteuer zu werden. Und an welch magischen Ort zieht es dich?

FÜR 4 PORTIONEN
MANGO-PASSIONSFRUCHTCREME
2 Passionsfrüchte
1 Mango, fein gewürfelt
4 Eigelb
50 g feinster Zucker
15 g Speisestärke
150 ml Schlagsahne
200 g griechischer Joghurt
1 EL geröstete Pinienkerne

Passionsfrüchte halbieren, Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herauslösen und zusammen mit den Mangowürfeln in einen kleinen Topf geben. Kurz aufkochen und anschließend etwas abkühlen lassen.

Eigelbe und den Zucker zu einer dicken Creme aufschlagen und währenddessen die Speisestärke langsam einrieseln lassen. Die Fruchtsoße zu der Creme geben und miteinander verrühren. Anschließend alles zurück in den Topf gießen und unter ständigem rühren und mittlerer Temperaturzufuhr, fünf Minuten eindicken lassen. Die Creme in eine Schüssel umfüllen und so lange rühren bis diese abgekühlt ist. Danach für zehn Minuten in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Schlagsahne steif schlagen und zum Schluss vorsichtig unter die Creme ziehen. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Den griechischen Joghurt auf Dessertgläser verteilen, die Fruchtcreme darüber geben und mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.



Weißbrot mit Mohn

Noch am Dienstagmorgen rieselte hoffentlich der vorletzte Schneegraupel für diesen Winter vom Himmel. Am Abend bot sich auf einmal ein ganz anderes Bild. Wir konnten in diesen unglaublich anmutenden Himmel blicken. Im Westen erstrahlte das letzte bißchen Sonnenlicht für diesen Tag und von Osten her zog die tiefblaue, sternenklare Nacht herein. Alles ging fließend ineinander über. Man muss es gesehen haben, denn mit Worten ist dies schwer zu beschreiben. Und mittendrin, noch ganz filigran, der Sichelmond. Als hätte jemand diesen mit einem zarten Pinselstrich in den Himmel gemalt. Es sah aus wie in einer Gute-Nacht-Geschichte.
Auf das Wochenende freut man sich auch gerade deswegen, weil noch mehr Zeit da ist um durch die Natur zu streifen. Wälder, Seen und Felder – sie strahlen so viel Ruhe aus. Kamera zücken und den Moment festhalten oder doch lieber rückwärts auf die noch etwas kahle Wiese fallen lassen?! Hmm, vielleicht warten wir noch ein klein wenig auf den Frühling und die Gänseblümchen. Für den überdurchschnittlichen Großteil der Schönwetter-Aspiranten ist das allerdings eine kleine Herausforderung. Ist es nicht ein bißchen wie beim Fußball? Auf unendliche Euphorie, dass es jetzt bergauf geht, folgt ein wenig Ernüchterung. Es geht hoch und runter, ein holpriger Weg. Aber irgendwann klappt es doch und auch der Frühling ist bisher immer gekommen. Also, lass uns ins Auto steigen, die Musik aufdrehen und dem Frühling ein Stück entgegenfahren. Das frisch gebackene skandinavische Mohnbrot und ein Glas Rhabarbermarmelade dürfen dabei nicht fehlen.

WEISSBROT
25 g frische Hefe
300 ml lauwarme Mlch
25 g zerlassene Butter
425 g Weizenmehl + Mehl zum Bearbeiten
1 TL Zucker
5 g Salz
1 Ei
4 EL Mohn

Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und die abgekühlte Butter unterrühren. Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen, Hefemilch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Sollte der Teig noch klebrig sein, einfach noch etwas Mehl einarbeiten. Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen lassen. Mehl auf die Arbeitsfläche streuen, den Teig darauf geben, kurz aber behutsam durchkneten und zurück in die Schüssel legen. Mit dem Tuch abdecken und abermals eine Stunde ruhen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig halbieren und zu zwei Kugeln formen. Auf das Backblech legen und etwas flachdrücken. Mit einem sauberen Tuch bedecken und an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lassen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Das Ei leicht verquirlen, die Brote damit bestreichen und noch den Mohn darüber streuen. Blech in den Ofen schieben und im Ofen ca. 20 Minuten backen. Weißbrot herausnehmen und abkühlen lassen.

Rezept stammt aus dem Buch Skandinavisch Backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft