Apfeltarte mit brauner Butter

Von winterlichen Minusgraden und einem teils eisigen Wind, zu ersten zaghaften Frühlingsmomenten – wahrlich paradiesisch. Die letzten Eisschollen werden für diesen Winter Adieu sagen, der Gang zur Heizung wird überflüssig und das Fenster könnte ab jetzt die Ganze Zeit offen stehen. Alles ist bereit für den Frühling…
Von der Ursprungsidee endlich mal einen Kuchen mit einer üppigen Baiserhaube auf den Tisch zu bringen, ist nichts übrig geblieben. Dieser Kuchentraum muss noch länger geträumt werden bis er sich erfüllt. Die Bedenken waren einfach groß, dass es mir an diesem schönen Sonntag zu viel Zeit nimmt. Das löst kurzzeitig Stress aus und die Gedankenmaschinerie im Kopf ratterte vor sich hin. Ein Kilo Äpfel hatte ich bereits gekauft, also irgendwas mit Äpfeln. Mal wieder? Ja, warum nicht, da bin ich schmerzbefreit. Manchmal kommt es eben doch anders als man denkt.

APFELTARTE
220 g braune Butter
110 g brauner Zucker
360 g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei
+ 3 kleine Äpfel

Butter in einen Topf geben und bei schwacher Hitze und gelegentlichem Umrühren schmelzen. Für ca. 10 Minuten behutsam vor sich hinköcheln lassen. Anschließend die Butter eine halbe Stunde abkühlen lassen. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden.

Eine Tarteform fetten und den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Mehl, Zucker, und Salz in einer Schüssel mischen. Das Ei und die braune Butter dazugeben und mit den Händen zu dicken Streuseln verkneten. Zwei Drittel des Teiges in die Tarteform geben, zu einem Boden festdrücken und mit den Apfelspalten belegen. Den restlichen Teig darüberstreuen, die Apfeltarte in die Mitte des Ofens schieben und 25 Minuten goldbraun backen.



Möhrenmuffins

Es ist so unglaublich kalt geworden und in den nächsten Tagen wird es noch ein Stück kälter…. wohoo! Irgendwie toll. Rote Apfelbäckchen sind Pflicht, sie strahlen dann mit der Sonne um die Wette. Das ganze Wochenende über Sonnenschein satt, da will man auch kein murren hören. Also, dick einpacken und raus geht’s. Man hätte meinen können, dass es am Wasser noch weitaus windiger und unangenehmer ist, aber weit gefehlt. Für einige Minuten Platz zu nehmen, auf das funkelnde Wasser zu blicken, den Kopf ganz tief in das Tuch zu verstecken und einfach nur genießen – die Ruhe und den Enten dabei zusehen wie sie ihrem Badespaß fröhnen. Aber irgendwann wird es dann doch zu frisch und die Hände sind kaum noch zu spüren, weiter geht’s um den Körper wieder mit Wärme zu versorgen. Auch heute führt kein Weg daran vorbei Zeit draußen zu verbringen, es ist unbestreitbar fantastisch. Lass uns rausgehen, das Proviantpaket ist üppig bestückt, mehr braucht es nicht.

FÜR 6 MUFFINS
MUFFINTEIG
90 g weiche Butter
2 Eier
80 g brauner Zucker
90 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
3 Möhren
80 g Apfelmus

STREUSEL
4 EL Mehl
1 EL brauner Zucker
30 g kalte Butter

Für die Streusel Mehl, Zucker und Salz mischen. Butter dazugeben und mit den Händen alles zu Streuseln verarbeiten. Schüssel in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmen auslegen.

Die geschälten Möhren reiben. Butter schmelzen und abkühlen lassen. Eier und Zucker zu einer hellen Creme aufschlagen, die Butter in einem dünnen Strahl dazugießen und gut miteinander verrühren. Mehl und Backpulver sieben und kurz unter den Teig schlagen. Zum Schluss Möhren und Apfelmus unterziehen. Teig auf die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe). Muffinblech aus dem Ofen nehmen und die Muffins abkühlen lassen.



Schokoladen-Kokoskuchen

Ein beinahe wolkenfreier Himmel. Dieser traumhafte Anblick, von dem man einfach nicht genug bekommen kann und es mag nicht derart außergewöhnlich sein, aber die Kunst besteht doch am Ende darin, den Blick auf solch schöne Momente zu lenken.
Für eine Stunde also die Unbequemlichkeit des Fliegens in Kauf zu nehmen, ist vertretbar. Hätte das Flugzeug eine Rückscheibe, ich würde an ihr kleben und der Abendsonne dabei zusehen, wie sie einen rosa-blauen Zuckerwattehimmel kreiert. Wenn das mal nicht furchtbar kitschig klingt… hoch oben wo der Blick ins Unendliche geht, grenzenlose Freiheit herrscht, darin kann man sich nur verlieren, es lädt zum Wegträumen ein und strahlt auch etwas beruhigendes aus. Musik lief und die Nase klebte am kleinen ovalen Fenster.
Einen gekonnten Übergang vom Fliegen zum Backen zu schaffen… hmm, mir fällt gerade nichts pfiffiges ein. Einziger Brückenschlag, um nach Skandinavien zu kommen, müsste man sich nur in das Flugzeug setzen und wäre im Handumdrehen da.
Zeit auf die nächste Seite in Sachen skandinavische Backkunst umzublättern – Schokoladen-Kokoskuchen. Hört sich erstmal nicht nach einer typischen Spezialität an, aber laut Einleitungstext der Autorin ist dieser Kuchen auf ein altes Familienrezept zurückzuführen. Selbstgebackenes ist pures Genussvergnügen. Das Kuchenglück für einen Moment zu genießen. Es mag ein kurzer Augenblick sein, aber es zählt sich dafür die Zeit genommen zu haben. Man kann schon von einer kleinen Sonntagstradition sprechen.

Rezept stammt aus dem Buch Skandinavisch Backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft

RÜHRTEIG (FÜR EINE SPRINGFORM Ø 18 cm)
100 g Butter
75 g Zartbitterschokolade (mindestens 50 %)
2 Eier
100 g feiner Zucker
75 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver
40 g Kokosraspel
100 ml Schlagsahne

SCHOKOLADENGLASUR
5 g Butter
50 g Zartbitterschokolade (mindestens 50 %)
2 EL Kokosrapel

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Springform fetten.

Butter und Schokolade in einer kleinen Schüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Schüssel sollte dabei nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Ab und zu umrühren. Wenn beides geschmolzen ist, etwas abkühlen lassen.

Mehl, Backpulver und Kakaopulver sieben. Kokosraspeln untermischen. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Eigelb und Zucker mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. Die abgekühlte Schokoladenmasse unterrühren. Abwechselnd die trockenen Zutaten und die Schlagsahne dazugeben und alles gründlich verrühren. Zum Schluss den Eischnee dazugeben und zu einem cremigen Teig verarbeiten. Den Teig in die Springform geben und im Backofen 40 Minuten backen (Stäbchenprobe). Wenn der Kuchen fertig ist, Springform herausnehmen, fünf Minuten abkühlen lassen und danach den Springformrand lösen. Auf dem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für die Schokoladenglasur Butter und Schokolade in einer kleinen Schüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen. Kuchen damit bestreichen, kurz antrocknen lassen und danach mit den Kokosraspeln bestreuen.